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Antriebe

Durch die vielfältigen Modellierungsmöglichkeiten und die in Portunus vorhandenen Schnittstellen können Antriebssysteme in unterschiedlichen Komplexitäten abgebildet werden.

Zur Nachbildung der elektromagnetischen Wechselwirkungen in Standard-Maschinentypen können die in der Portunus-Bibliothek enthaltenen Maschinenmodelle verwendet werden. Sie ermöglichen auch die Ankopplung mechanischer Netzwerke zur komfortablen Beschreibung der Last. Die Maschinenparameter können per Datei-Import aus SPEED® übernommen werden.

Komplexere Maschinenmodelle bzw. Modelle für spezielle Maschinentypen können vom Anwender in VHDL-AMS oder unter Verwendung der Programmierschnittstelle (C++) erstellt werden. Für detaillierte Untersuchungen kann eine gekoppelte Simulation mit der FEM-Software FLUX® durchgeführt werden.

Die Modellierung des Wechselrichters kann unter Verwendung der Modelle der Power Electronics Library erfolgen. Neben Modellen, die die getaktete Arbeitsweise leistungselektronischer Systeme nachbilden, gibt es auch darin auch Komponenten, die im Sinne kürzerer Rechenzeiten einfachere Ansätze (Spannungsquellen zum Einstellen der mittleren Klemmenspannung) nutzen. Spezielle Blöcke enthalten eine Reihe typischer Ansteuerverfahren (U/f-Steuerung, Natural Sampling, Raumzeigermodulation etc.). Alternativ dazu können die Algorithmen auch von Nutzer selbst durch Blockdiagramme, Zustandsgraphen, VHDL-AMS-Modelle oder mit der Programmierschnittstelle (C++) definiert werden.

Die Nutzung der Simulatorschnittstelle zu Simulink® ist eine weitere Alternative für die Modellierung der Steuerung und Regelung.

Bei der Simulation der Antriebs-Komponenten kann neben der Berechnung elektrischer, magnetischer und mechanischer Größen auch eine thermische Simulation integriert werden. Thermische Netzwerke können sowohl für die leistungselektronischen Komponenten als auch für elektrische Maschinen erstellt werden. Im letzteren Fall ist es möglich, parametrierte Netzwerke aus Motor-CAD® zu importieren.

Zusätzliche Möglichkeiten bei der Analyse und Optimierung von Antriebs-Komponenten ergeben sich durch den Einsatz der Automatisierungsschnittstelle. Sie erlaubt den automatisierten Aufruf mehrere Portunus-Simulationen, der bei Bedarf auch mit der Ausführung anderer Programme kombiniert werden kann. Werte, die beispielsweise in einer Auslegungssoftware oder über einen Optimierungs-Algorithmus bestimmt wurden, können in das Portunus-Modell importiert werden und es kann auf die Ergebnisse der Portunus-Simulation zugegriffen werden. Durch die Kombination verschiedener Analysen, beispielsweise der transienten Simulation und der DC-Berechnung, ist eine schnelle Berechnung des stationären Zustandes möglich.